Rudolf Polanszky. Translineare Strukturen

39,00

English, German, 2015

Textbeiträge von Dieter Buchhart, Benedikt Ledebur, Rudolf Polanszky, Francesco Stocchi und Alexandra Schantl

Erscheint Ende Mai 2015.

Herausgeberin: Alexandra Schantl

Kerber Verlag, Bielefeld
Cover: Klappenbroschur, gebunden
Format: ca. 21,00 × 26,00 cm
Seiten: ca. 296
Abbildungen: mit zahlreichen Abbildungen
ISBN: 978-3-7356-0102-5

Der Wiener Künstler Rudolf Polanszky (geb.1951) verfolgt seit Mitte der 1970er-Jahre einen konzeptuellen Ansatz, mit dem er durch methodische Einbindung des Zufälligen auf das Vermeiden einer willentlich konstruierten Ästhetik abzielt. Bezeichnend hierfür sind etwa die Schweinsfettzeichnungen oder die Sprungfedernbilder. Parallel dazu entstehen auf verschiedenen Versuchsanordnungen beruhende Super-8-Filme, in denen der Künstler zugleich Experimentator und Akteur ist. Seit den 1990er-Jahren arbeitet Polanszky vornehmlich mit Abfallmaterialien, die er zu Wandobjekten und zu raumgreifenden Skulpturen zusammenfügt. Dieses spontane Erzeugen einer neuen Struktur durch das Verbinden vorhandener, vom Gebrauch gezeichneter Materialien (Acrylglas, Schaumstoff, Metall etc.) – Polanszky bezeichnet es als „Ad-hoc-Synthese“ – wird zu seiner bevorzugten künstlerischen Verfahrensweise. Sie dient der Verwirklichung rein abstrakter Ideen, die von Aspekten mathematischer Theorien inspiriert sind, erzeugt jedoch neue Realitäten, die sich „dem Gefängnis der biologistisch-adaptiven Sinnbedingungen“ entziehen.